All in Dessert

Sous vide Garen mit Unold

Was Essen betrifft, kenne ich kein größeres Gewohnheitstier als meine Oma. No offence, aber die Frau lebt die absolute Monogamie zu Lebensmitteln. Phasenweise, zugegeben, aber dann knallhart durchgezogen. Da waren zum Beispiel diese Lukullu-Schnitten (nein, nicht die Art Kalter Hund, wie man sie eigentlich kennt), etwas Ominöses mit Schinken und Käse überbacken. Legenden berichten darüber, aber es gab sie – zwei Jahre lang. Jeden Tag. Dann kam da noch die Eine-Schachtel-Käse-Stangen-pro-Tag-Phase, gleich gefolgt von der Zabaione-Joghurt-Periode. Aktuell ist Oma auf Lindt Cresta-Schokolade und ohne Wiener Schnitzel im Urlaub dreht sie schon an der Gepäckaufgabe wieder um.

.... In Season: Elderflower yogurt ice cream .. IN SEASON: Holunder Joghurt Eis....

Die Membranen meiner Trommelfelle vibrieren besorgniserregend, als ein Schwall schrillen Gelächters donnernd über die Bolen der Terasse bricht. Zermürbt blicke ich über den Rand meiner Hipster-Brause zum Nebentisch. Herausgeschält aus dem schnöden Alltag, zurechtgemörtelt und mit Lametta Schmuck behangen, rudeln acht Frauen an zusammengeschobenen Tischen und quietschen über die geleerten Sekt-Gläser hinweg. Ich denke an den Marktschreier, der mir polternd mit einer Yucca-Palme vorm Gesicht gewedelt hat – “DU WILLST ES DOCH AUCH!!” – während ich Spucketropfen auswich und mich fühlte wie bei Space Invaders. Das hier ist schlimmer. Leise seufze ich in meiner Strandliege und staune über die Leistungen menschlicher Kommunikation: Längst haben die Damen die Grenzen von Worten, Satzstellung und Grammatik überwunden und sind an einen Punkt gelangt, an dem Konversation allein durch Laute mit der Ästhetik einer Flex und der Lautstärke eines Urknalls möglich wird.

.... Luicella`s Eis-Mix: Oat-Almond Ice Cream with Popped Amaranth .. Luicella`s Eis-Mix: Hafer-Mandel-Eis mit Gepopptem Amaranth ....

Doch es gibt Hoffnung und sie heißt Luicella’s. Ja, auch unsere Eiscreme-Helden aus St. Pauli machen Winterschlaf, aber: Heldenhaft wie sie sind haben sie vorgesorgt und uns für die kalten Tage ihren Luicella’s Eis Mix dagelassen. Super cremiges Milch-Eis, auch ohne Eismaschine, ganz ohne Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und anderen Firlefanz? Wahnsinn! Vegan ist er auch noch. Phänomenal!

.... IN SEASON: CHERRIES-GOOSEBERRIES .. In Season: Kirsche-Stachelbeere ....

Es ist Juli die Sonne kommt raus, ich erinnere mich gerne an früher wo ich bei Oma im Garten in der Hängematte hing und mir die Sonne durch den Kirschbaum ins gesicht schien.

Ab und zu erhoben und ein paar kirschen gepflückt und direkt verdrückt. Auch Stachelbeeren finden sich zur Sommerzeit ein. Knallig Grün, gelb oder rot kommen sie daher. Heute essen wir die Grünen und auch noch Kirschen.

Omas Vanillepudding hab ich immer geliebt also darf der auch nicht fehlen. Weltweit gibt es 100erte Stachelbeer und Kirschsorten. Eigentlich kommen die Stachelbeeren weit her zu uns aus Nordafrika und Euroasien und geben uns ziemlich viel Vitamin C, 20-70mg pro Beere. Kirschen bieten uns dafür Anthocyanen, farbstoffe die zur gruppe der polyphenole gehören. Diese Schützen und vor Entzündungen, Reuma, vorzeitige altersprozesse und auch gegen Krebs.

Süß und Sauerkirschen so unterscheiden wir bei den Sauerkirschen kenne wir wohl alle die Schattenmorelle die wir in Marmeladen und Kuchen wieder finden. Bei den Süßen Kirschen die Knubber-Kirsche die wir uch verwendet haben. Süßkirschen sind am besten zum Rohverzehr geeignet.

 

Beides findet ihr in unseren super leckeren Kirsch-Stachelbeer Cupcakes mit Omas Vanillepudding und einem Saftigen Frosting.

.... IN SEASON: STRAWBERRIES .. In Season: Erdbeeren ....

Mit dem Handrücken wische ich mir über die Stirn und hinterlasse einen dunklen Film aus Erde und Schweiß auf der Haut. Erbarmungslos brennt die Sonne vom Himmel, während ich irgendwo in der Hamburger Walachei zwischen endlosen Reihen Erdbeersträuchern über den Boden krieche und mich durch die grünen Blätter wühle.

 

Ein Krächzen kratzt an der sommerlichen Luft, zwei Reihen weiter schält sich eine erdverkrustete Hand in die Höhe, einen Moment später erscheint der Rest meines Mitbewohners. Mehrere Halme Stroh ragen aus seinem Bart. Mit hochrotem Kopf robbt er schnaufend über den Boden, hier und da ein paar der Früchtchen von ihren Stängeln rupfend. “Weiter, weiter.”, stöhnt er mir über die Reihen hinweg zu. “Wer atmen kann, der kann noch pflücken.”

LOCAL FOOD – SCHOKOVIDA – PART II

Zuckrige Blubberbläschen kugeln sich duftend in der dunklen Messingpfanne und umschließen die zarten Crêpes wie flüssiger Bernstein. Schnuppernd halten wir unsere Nasen in die Luft. Lieblichste Karamell-Aromen erfüllen jede Ecke im Studio, ziehen schon vor den Türen jeden in ihren Bann und ein Gefühl von Behaglichkeit und Wärme schleicht sich langsam in die Herzen.

.... At the Nutella Christmas Bakery! .. In der Nutella-Weihnachtsbäckerei! ....

Hier ein Lebkuchen, da noch einen Zimtstern, endlich wieder Pfeffernüsse, die Spekulatius schmecken spätestens seit September wieder und zuckersüßer Glühwein lässt in herrlichste Sphären entschweben. Ginge es nach mir, die Weihnachtszeit könnte noch sechs Wochen weitergehen.

 

Ab und zu reckt sich zwischen all dieser Fabelhaftigkeit der mahnende Zeigefinger. Iss mehr Grünes, Kind. Fast eine Beleidigung, ist das doch eine meiner leichtesten Übungen. Seht Euch nur mal dieses Shortbread an: Wie die Weihnachts-Tanne in Eurem Wohnzimmer. Da kann man auch mal zwei mal mehr zulangen. Ist ja schließlich Grün. God save the Matcha!

 

.... AT THE NUTELLA CHRISTMAS BAKERY! .. In der Nutella-Weihnachtsbäckerei! ....

Laut klappernd knallt die Wohnungstür ins Schloss und schwere Schritte poltern über die Dielen im Wohnungsflur. „Verrückt, alle verrückt..!“, schwappt brummend ein tiefer Männer-Barriton unter dem Türschlitz hindurch in Küche. Ich halte im Kauen inne und lasse die Hand mit dem angeknabberten Plätzchen langsam sinken. Erneutes Rumsen. „Immer wieder dieser Dreck. Jedes Jahr, jedes verdammte Jahr, jedes… Warum bleibt diese verdammte Jacke jetzt nicht hängen, MAAAAANN..!!“ Bebendes Aufstampfen, dann fliegt schmetternd die Küchentür auf und gibt den Blick auf ein ein Meter sechsundachtzig großes Häufchen Elend frei. „Die Jacke, Leonie! Die Jacke!“, ruft es und stürmt auf mich zu, einen khakifarbenen Hipster-Parka und den dazugehörigen Kleiderbügel vor dem Körper haltend. „Sie HÄNGT NICHT!!“ Außer sich schüttelt mein Mitbewohner das Kleidungsstück, bevor es mit dumpfem Platschen vor seine Füße fällt.
 

.... ADVENT BAKING WITH NUTELLA .. Adventsbacken mit Nutella ....

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It’s finally underway! Let’s get cozy, and let’s get baking. 

Maybe a few biscuits? But what was the recipe again?

Before I heard of this one, I’d have to look every time anew online for a fitting recipe. Yet this one is so easy! Pay attention:

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Jetzt geht’s endlich los! Nun wirds gemütlich. Und es kann gebacken werden.

Mal eben ein paar Kekse vielleicht? Aber wie war noch das Rezept?

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Fancy Dessert – Mille Feuille

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We can of course throw ourselves into the infinite be-happy-and-slim, no carb, no fat, no fun universe. To do a little for that bikini bod. 

But where’s the fun in that? We want endorphins! There’s a reason that kids don't ring our doorbells on Halloween and enthusiastically yell, “Gherkins or goji berries?!”

Dessert has always been the best part of the whole menu, hasn't it? This bit of magic on a plate... A small piece of sorcery. It makes your heart lift and fly away.

Honestly, could pointed cabbage enchant you in that way?

Have a look at this – Mille Feuille with orange mousse and buttermilk foam. Even the name sounds like the most beautiful sonnet. As golden as glowing autumn leaves, marvellously crispy, as fluffy as a puffy white cloud.

Only a dream could be more beautiful.

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Klar, wir könnten uns hineinwerfen in die unendlichen Weiten des Happy-and-Slim-No-Carb-No-Fat-No-Fun-Universums. Mal was für die Bikinifigur tun.

Aber wo bleibt da der Spaß? Wir wollen Endorphine! An Halloween klingeln die Kidz ja auch nicht und rufen voller Enthusiasmus: „Gurken oder Goji-Beeren?!“

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