Milchmädchen Part I
Fotos: Jan-Peter Westermann
Foodstyling: Oliver Mägel
Text: Thordis Rüggeberg
Milchmädchenrechnung, das bedeutet eine Planung, die nicht konsequent zu Ende gedacht wurde und entscheidende Aspekte außer Acht lässt.
Es müsste natürlich Milchverkäuferinnen- und -verkäuferrechnung heißen, aber deswegen mache ich jetzt mal kein Fass auf. Stattdessen erzähle ich eine andere Geschichte.
Hört gut zu.
Wir befinden uns im Berlin der 1880er Jahre. Hier verkauft Anna Schnasing aus dem Spreewald für die Meierei Carl Bolle Milch an die Berliner Hausfrauen. Da sie unfassbar schlecht im Kopfrechnen ist, wird sie permanent von den Kundinnen über den Tisch gezogen und kommt ständig mit zu wenig Geld zurück.
Eines Tages reicht es ihr. Anna braucht eine Auszeit und macht Urlaub bei der Familie im Spreewald.
Niemand weiß, was dort geschieht. Dem deutschen Wald werden geheimnisvolle Kräfte nachgesagt. Vielleicht tanzt sie bei Vollmond mit den Elfen. Braut einen Zaubertrank mit sprechenden Tieren. Verkauft ihre Seele in einer finsteren Schlucht an den Teufel. Tatsache ist: als sie zu Bolle zurückkehrt, kann sie addieren. Und wie.
Nach einem gleichermaßen undurchsichtigen wie unfehlbaren System bewegt sie ihre Finger hin und her – und kommt stets zum richtigen Ergebnis. Schluss mit der Schummelei! Anna macht Karriere. Carl Bolle versetzt sie in seine Buchhaltung und befördert sie schließlich sogar zur Directrice. Über sie geschrieben wird auch: ein Mathematiklehrer kommt nach ausdauernden Beobachtungen hinter ihr Geheimnis und verfasst einen erheiternden Beitrag mit dem Titel „Algebraische Fingerfertigkeiten“.
Damit nicht genug: auch heute noch wird ihre Methode, das „Fingerrechnen nach Anna Schnasing“, in der Sonderpädagogik eingesetzt.
Da kiek eener an.
Und sage noch mal etwas über die naiven Rechnungen der Milchmädchen.
Und was hat das jetzt mit den südamerikanischen Köstlichkeiten aus süßer Kondensmilch zu tun, die wir euch heute vorstellen?
Gar nichts.
Hierbei ist es sogar von Vorteil, nichts ausrechnen zu können – Kalorien zum Beispiel. Diese sonderbaren Kalorien sind eine noch sehr unzulänglich erforschte Spezies, sicher ist nur eins: ein schlechtes Gewissen verdreifacht sie, wohingegen ein Verzehr mit Genuss sie halbiert. Vielleicht ist es das, was mit Milchmädchenrechnung eigentlich gemeint ist.
Es ist also unsere Entscheidung. Deshalb sage ich: genießen wir!
Milhojas
(4 Personen)
Zutaten
450 g Blätterteig (Tk oder Konditor)
450 ml Milch
90 g Zucker
1 Prise Salz
1 Tl Vanillearoma
4 El Speisestärke
4 Stck Eigelb
30 g Butter
150 g Dulce de Leche
2 El Puderzucker
Zubereitung:
Den Blätterteig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilen und mit einer Gabel oder Messer einige Löcher hineinstechen. Nun das Blech in den vorgeheizten Backofen, mittlere Schiene bei 200°C Umluft geben und für 10-15 Min goldbraun backen.
In der Zwischenzeit 5 El der Milch mit der Speisestärke verrühren und beiseitestellen. In einem Topf die restliche Milch zusammen mit dem Zucker und Salz zum kochen bringen. Die Speisestärke unter Rühren hinzugeben, weiter kochen bis die Masse dick wird. Nach 2 Minuten das Vanillearoma, die Eigelbe einzeln und Butter zugeben, eine weitere Minute kochen. Abkühlen lassen.
Den goldbraunen Blätterteig aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und mit einem Messer vorsichtig längs, quer in zwei Hälften zerteilen. Die abgekühlte Füllung auf der unteren Hälfte verteilen und die zweite Hälfte daraufsetzen. Mit Puderzucker und Dulce de Leche garnieren.
Flan de Leche Condensada
(4 Personen)
Zutaten
1 El Sonnenblumenöl
150 g Zucker
4 Stück Eier
1 Dose (400 ml) Milchmädchen
1 Dose (400 ml) Kondensmilch
2 El Vanillezucker
3 El Zucker
Zubereitung:
Eine ofenfeste Kranzform (ca. 1 Liter Inhalt) mit Öl auspinseln. 150 g Zucker in einem Topf oder Pfanne karamellisieren bis er goldbraun ist. Das Karamell mit 3 El Wasser verrühren. Nun die Zuckermischung in die Kranzform gießen und zügig mit kreisenden Bewegungen verlaufen lassen. Auch etwas Karamell am Rand verteilen. Vorsicht, der Ring wird schnell sehr heiß!
Die Eier mit 2 El der Kondensmilch in einer größeren Schüssel verquirlen und beiseitestellen. Restlichen Zutaten in einem Topf zum Kochen bringen. Die kochende Milch unter rühren zu den Eiern gießen. Nun die Ei-Milchmädchenmischung in die Kranzform, auf das Karamell gießen. Mit Alufolie verschließen.
Den Kranz in ein heißes Wasserbad stellen. Die Form sollte etwa zu 1/3 im Wasser stehen. Alles bei 160°C im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene für etwa 50 Min garen. Danach etwa 1,5 Std abkühlen lassen.
Mit einem Messer vorsichtig den Flan von den Rändern lösen. Den Boden des Rings für ein paar Sekunden in heißes Wasser stellen. Nun den Flan auf eine Kuchenplatte oder passenden Teller stürzen.
Erwartungen zerschmettern, das können nur Gehaltsverhandlungen, die achte Staffel von Game of Thrones und der Valentinstag. Romantik auf Knopfdruck funktioniert ohnehin nur bei “Tatsächlich Liebe…?” und wenn die Beziehung das gesamte Jahr über so spannend ist wie eine Scheibe ungegeröstetes Weizentoastbrot, weiß ich auch nicht, wie Hugh Grant da noch helfen soll.
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Erst denken, dann machen. In dieser Reihenfolge in den meisten Fällen ein sicheres Rezept zum Erfolg und einem langen Leben abseits von betretener Stille, verlegenen Blicken und heiß-roten Wangen, auf denen sich ein Spiegelei braten lässt.
Ich kann das nicht so gut – sagt Chiara. Wobei Chiara sich auch aus einem Küchenmesser, einem Besenstiel und pinkem Gaffa einen Speer baut, um Tauben vom Balkon zu jagen. Man darf also zweifeln.
“Das war Notwehr”, sagt Chiara, die bis jetzt über meine Schulter gebeugt mitgelesen hat, und lehnt sich in ihrem Stuhl zurück. “Außerdem,”, sagt sie und beißt böse grinsend in ihren Apfel, “spricht allein schon die Sache mit dem Mixer gegen dich.”
Die Sache mit dem Mixer. Mein Auge zuckt.
Statistisch gesehen passieren die meisten Unfälle daheim. Zu meiner Verteidigung: Tatsächlich mache nicht nur ich allein von Zeit zu Zeit etwas Dummes und tu mir dabei weh, sondern jährlich 2,8 Millionen andere Menschen in Deutschland. Bei über’n Daumen pi pa po 80 Millionen Deutschen ist das ungefähr jeder 29. – pro Schulklasse also mindestens ein armer Tor und was soll ich sagen, unsere Klasse hatte immer konstante 29 Schüler – Einer muss den Job ja machen.
Da stand ich damals also in der Küche meines Elternhauses, ein Armageddon aus Teig, Mixstäben und Handrührgerät auf dem Kopf und dachte, nach dem Epiliergerät-Fiasko im Jahr zuvor, über die Vorteile einer Vollrasur nach.
Was war passiert? So viel: Sich mit offenen Haaren über die Teigschüssel zu beugen, um nach der eben zugegebenen Vanille zu schnuppern, während der laufende Handmixer mit Warp-Geschwindigkeit nicht nur den Teig, sondern auch das Raum-Zeit-Kontinuum krümmt, ist die eine Sache. Die nachfolgende Todesspirale der Verzweiflung aus Mixer-Rückwärtsgang, -Maximalgeschwindigkeit und erneutem -Rückwärtsgang bis zum Stillstand nach rund vier Wiederholungen die andere.
Dass der Mixer ohne Unterstützung meiner Hände mit seinen Stäben an meinem Kopf hielt und stand wie eine solide Abwehr hat mich dann trotzdem beeindruckt.
Die gute Nachricht: Für unseren Tarte-Teig braucht es keinen Mixer – den kann man auch mit den eigenen Griffeln kneten. Das hat vielleicht den Charme von Backen im Sandkasten, ist aber absolut risikofrei (ich garantiere für nichts).
Warum ich euch diese Geschichte vor einem Back-Rezept erzählt habe? Keine Ahnung. Vielleicht habe ich nicht nachgedacht.
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Think first, then do. In that order, and in most cases, a sure recipe for success and a long life away from dazzling silence, embarrassed looks and red cheeks so hot you could fry an egg on.
Not one of my strong suits - at least that’s what Chiara thinks of me. Then again Chiara also built a spear out of a kitchen knife, a broomstick and a pink gaffa to chase pigeons away from her balcony. So I’ll take it with a pinch a salt.
"That was self-defense," says Chiara, who has been hunched over my shoulder and has read what I wrote so far and leans back in her chair. "Besides," she says, biting her apple with an angry grin, "the hand mixer thing alone speaks against you."
The thing with the mixer. Brr. It still makes my hackles rise unpleasantly.
It was spring 2016.
Statistically, most accidents happen at home. I know that, but learning by doing works really well here. In my defense: 2.8 million people in Germany do something very stupid every year and hurt themselves while doing it. A rough estimate: 80 million Germans in total, that's about every 29th - so at least one poor kiddo per school class and what can I say, our class had always constant 29 students.
So now I stood there, an armageddon of dough, blender sticks wiggled in my hair and a hand mixer on my head, thinking about the benefits of a full shave after last year's epilator fiasco.
The good news: you can also knead the dough with your own pencils. Although this reminds a bit of baking in the sandbox, but is absolutely risk-free (information without guarantee).
The bad news: doesn’t exist.
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Crème brulée, der französische Klassiker auf dem Dessertteller, kommt ursprünglich angeblich gar nicht aus Frankreich. Die Ur-ur-ur-ur-Oma der Süßspeise sei, so wird gemunkelt, Britin gewesen und stamme aus dem Cambridge des 17. Jahrhunderts. Der melodische Name Crème brulée sei demnach auch eher heiße französische Backofenluft. In England brachten die Kellner stattdessen die Trinity College Cream – benannt nach ihrem Erfindungsort, dem Trinity College – an den Tisch.
Ein tiefes Grollen vibriert durch meine Birkenstock-Sohlen. Mit einem beherzten Backflip springe ich noch rechtzeitig zur Seite, als unter meinen Füßen eine riesige Erdbeere aus dem Boden bricht. Noch beim Aufstieg wirft mir der Insasse ein Schild an den Kopf – “Erdbeeren direkt vom Feld, ungespritzt, bio, vegan und glutenfrei juhuu” – das sich elegant entfaltet und einer Oma den Weg in den Edeka versperrt. Tja, da kann man nichts machen, sagt Oma, Beschneidung der Konsumfreiheit kennt sie schon, drückt dem Individuum hinter der Auslage fünf Reichsmark in die Hand und bekommt dafür zwei glutenfreie Erdbeeren. Subtil, denke ich, bevor Oma und ich im nächsten Moment von der Menschentraube davon gespült werden, die sich um die Erdbeerbude bildet wie beim Sturm auf Area 51.
Man könnte meinen die Erdbeersaison besäße den Seltenheitsfaktor eines Seehofer-Polit-Statements mit Niveau. Ich bezweifle, dass der Hype größer wäre, wenn es die Beatles noch gäbe #soyesterday. Neulich habe ich gesehen, wie eine Frau ihren BH durch die Fenster eines Erdbeehäuschens schleuderte und danach unkontrolliert weinend zusammenbrach, bis die Security sie aus der ersten Wave und raus auf den freien Gehweg zog. (Der Frau geht es mittlerweile wieder gut. Mit Hilfe von Familie und RTL hat sie ihre Obsession überwunden und ist nun gemäßigtere Birnenpflückerin.)
Dabei sind Erdbeeren nicht mal richtige Beeren, sondern Scheinfrüchte, diese Faker. Botanisch viel relevanter sind die kleinen gelben Kerne, aber die Menschheit beschäftigt sich nunmal gerne mit Nebensächlichkeiten, darum passt der neue “Die besten 1000-Erdbeer-Rezepte – noch geiler als letztes Jahr!!!!”-Brigitte-Artikel schon.
Und Hand auf die Side-boob – wir sind Mitläufer und haben auch unsere Tarte dazuzugeben. Den Hype nutzen, solange er noch frisch ist, nech?
So, Ihr habt jetzt hier das Rezept und könnt damit rumpantschen, wie Ihr lustig seid. Ich geh mich um meine Birnen kümmern. Die sind bald reif zum pflücken.
Tartes sind absolut mein Ding und diese hier besonders. Wegen Gin Tonic, meinem Lieblingskaltgetränk. Ich hätte mir im Leben nicht vorstellen können, dass man mit Gin und Tonic auch backen kann. Großartig! Ich weiß nur noch nicht, wie viele Stücke man verdrücken muss, bis man leicht angeschickert ist … Vielleicht hätte Queen Mom so eine Tarte mit ein paar Umdrehungen auch genial gefunden, immerhin war sie ja auf Gin geeicht, wenn auch eher in Kombination mit Dubonnet.
Ein sanftes Stupsen mit der Fingerspitze, hier nochmal leicht gerückt – der winzige goldene Tannenbaum steht konstanter als meine Zwei in Mathe, ein noch kleineres Holzrentier grast daneben munter den Staub von unserer Fensterbank.
“Wenigstens wirfst du nicht mit Lametta um dich”, brummt mein Mitbewohner und zupft murrend mit spitzen Fingern Goldstaub aus dem dichten Bart. Theatralisch rolle ich mit den Augen und lasse die langen Goldfäden unbemerkt wieder in ihrer Papiertüte verschwinden.
Manchmal glaube ich, mein Mitbewohner ist der Grinch.
Beim Gedanken an das Weihnachtsfest schweben wohl den meisten die schönsten Dinge durch den Kopf – Kerzenschein, Plätzchengeknusper, vielleicht ein bisschen Schnee(regen), Ruhe und Besinnlichkeit… Hach ja.
Die Membranen meiner Trommelfelle vibrieren besorgniserregend, als ein Schwall schrillen Gelächters donnernd über die Bolen der Terasse bricht. Zermürbt blicke ich über den Rand meiner Hipster-Brause zum Nebentisch. Herausgeschält aus dem schnöden Alltag, zurechtgemörtelt und mit Lametta Schmuck behangen, rudeln acht Frauen an zusammengeschobenen Tischen und quietschen über die geleerten Sekt-Gläser hinweg. Ich denke an den Marktschreier, der mir polternd mit einer Yucca-Palme vorm Gesicht gewedelt hat – “DU WILLST ES DOCH AUCH!!” – während ich Spucketropfen auswich und mich fühlte wie bei Space Invaders. Das hier ist schlimmer. Leise seufze ich in meiner Strandliege und staune über die Leistungen menschlicher Kommunikation: Längst haben die Damen die Grenzen von Worten, Satzstellung und Grammatik überwunden und sind an einen Punkt gelangt, an dem Konversation allein durch Laute mit der Ästhetik einer Flex und der Lautstärke eines Urknalls möglich wird.
Verschlafen drücke ich auf Snooze und drehe mich noch einmal um mit dem Wissen, dass mich der nächste Wecker in spätestens 20 Minuten noch einmal wachklingeln wird. Und wenn der es nicht schafft, weiß ich, dass zumindest Leonie mich aufwecken kann. Sozusagen mein Backup-Wecker.
Heute ist es ohnehin nicht so wichtig aus den Puschen zu kommen, denn ich kann sie gleich anbehalten. Antine kommt mit ihrem Freund Ilja vorbei und wir fotografieren Leonies und mein Lieblingsrezept.
Doch es gibt Hoffnung und sie heißt Luicella’s. Ja, auch unsere Eiscreme-Helden aus St. Pauli machen Winterschlaf, aber: Heldenhaft wie sie sind haben sie vorgesorgt und uns für die kalten Tage ihren Luicella’s Eis Mix dagelassen. Super cremiges Milch-Eis, auch ohne Eismaschine, ganz ohne Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und anderen Firlefanz? Wahnsinn! Vegan ist er auch noch. Phänomenal!
Man könnte behaupten, die Zeit für Eis sei vorbei. Kaum setzen wir unseren Fuß vor die schützenden Barrikaden unserer Hamburger Stadtpaläste, fliegen uns vertrocknete Blätter im Sturmfeuer entgegen, der Wind bläst den Schal ins Gesicht und lässt uns aussehen wie die Meyer vom Dienst.
Kennt ihr das auch? Da wirft man einen Blick durch die Küche und stellt fest – Huch, da hab ich wohl eine Avocado zu viel gekauft. Nein? Ich auch nicht.
Vielleicht jedoch mal ein Zustand, den man gepflegt auf die wöchentliche To-Do-Liste setzen sollte. Dass man nicht jeden Tag Guacamole essen kann und möchte, kann ich durchaus (nicht) nachvollziehen, aber was ist mit Eis?
“Ein Tag ohne Eis ist ein verlorener Tag”, lehren altbekannte Lebensweisheiten. Einen Tag verlieren? Kommt gar nicht in Frage! Effizienz gehörte doch schon immer zu des Deutschen liebsten Werten.
Kein Tag mehr ohne Eis! Kein Tag mehr zu viel Avocado!
Wer jetzt zweifelnd die Stirn kraust, hat das noch nicht probiert: Avocado-Sakura-Kresse-Eis mit Reissponge. Klingt verrückt? Vielleicht. Aber alles andere wäre ja normal. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, der Knüller. Und wer hätte gedacht, dass ausgeklügelte Ökonomie so verdammt gut schmeckt?
Mit dem Luicella’s Eis-Mix unserer Hamburger Eis-Virtuosen gelingt der Spaß übrigens besonders flott und wird auch ganz ohne Eis-Maschine richtig schön cremig. Darüber hinaus ist er sogar vegan. Na, wenn das nichts ist.
Hach, ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert :]
In kleinen, kristallenen Tropfen perlt das Wasser an den kleinen roten Beeren in meinen Händen ab und tropft zaghaft zurück in das Spülbecken. Fasziniert beobachte ich das Treiben und ein Lächeln huscht über mein Gesicht.
Habt ihr mal Lust auf was ganz feines? Traditionell in Portugal hergestellt, kommt er über das Meer in die ganze Welt. Der Portwein. Ja er macht sich sehr gut in vielen Cocktails oder auch Pur! Uns schmeckt er besonders in Form von Eis.
Mit dem Handrücken wische ich mir über die Stirn und hinterlasse einen dunklen Film aus Erde und Schweiß auf der Haut. Erbarmungslos brennt die Sonne vom Himmel, während ich irgendwo in der Hamburger Walachei zwischen endlosen Reihen Erdbeersträuchern über den Boden krieche und mich durch die grünen Blätter wühle.
Ein Krächzen kratzt an der sommerlichen Luft, zwei Reihen weiter schält sich eine erdverkrustete Hand in die Höhe, einen Moment später erscheint der Rest meines Mitbewohners. Mehrere Halme Stroh ragen aus seinem Bart. Mit hochrotem Kopf robbt er schnaufend über den Boden, hier und da ein paar der Früchtchen von ihren Stängeln rupfend. “Weiter, weiter.”, stöhnt er mir über die Reihen hinweg zu. “Wer atmen kann, der kann noch pflücken.”
Wir sind böse Mädchen und Jungs. Wir frönen der Sünde, wir lieben die Sünde, wir wollen die Sünde und wir wollen sie heiß, sinnlich und unwiderstehlich. So unartig, bis der Papst zur Beichte geht.
Ihr sucht Liebe? Wir geben euch Ekstase.
....My dears, Christmas has passed. Whoosh. It happened so fast. Yeah, I’m really sad as well.
..Meine Lieben, Weihnachten ist vorbei. Zack. So schnell kann’s gehen. Ja, ich bin auch ganz traurig.
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Zuckrige Blubberbläschen kugeln sich duftend in der dunklen Messingpfanne und umschließen die zarten Crêpes wie flüssiger Bernstein. Schnuppernd halten wir unsere Nasen in die Luft. Lieblichste Karamell-Aromen erfüllen jede Ecke im Studio, ziehen schon vor den Türen jeden in ihren Bann und ein Gefühl von Behaglichkeit und Wärme schleicht sich langsam in die Herzen.
Morgen Kinder wird’s was geben, morgen werden wir uns freu’n… 23. Dezember. Nur noch einmal schlafen. Hach, da kribbelt der Bauch direkt ganz doll vor Vorfreude. Alles ist bereit. Das Licht dicker Kerzen sickert über die Wände, taucht sie in wohlige Wärme. Zimt- und Mandelduft strömen durch die Luft, der Weihnachtsbaum in seinem bunten Lichterkleid ein kleines Wunder in den schönsten Farben. Wie herrlich sich am Weihnachtsabend die Geschenke darunter machen werden. Mhmm Geschenke. Geschenke.. GESCHENKE?!
Freunde des guten Geschmacks, Schleckermäuler und Zuckerschnuten – wir müssen der Wahrheit ins Gesicht sehen. Ich weiß, sie ist hässlich, kaum zu ertragen, ich weiß, ich weiß. Doch es ist Zeit. Hand auf’s Herz – das mit der Bikinifigur dieses Jahr, das wird nichts mehr. Der Drops ist gelutscht. Irgendwie kam sie wieder dazwischen, diese Weihnachtszeit, und hat alles ruiniert. Ja, ich bin auch noch völlig von der Rolle.
Hier ein Lebkuchen, da noch einen Zimtstern, endlich wieder Pfeffernüsse, die Spekulatius schmecken spätestens seit September wieder und zuckersüßer Glühwein lässt in herrlichste Sphären entschweben. Ginge es nach mir, die Weihnachtszeit könnte noch sechs Wochen weitergehen.
Ab und zu reckt sich zwischen all dieser Fabelhaftigkeit der mahnende Zeigefinger. Iss mehr Grünes, Kind. Fast eine Beleidigung, ist das doch eine meiner leichtesten Übungen. Seht Euch nur mal dieses Shortbread an: Wie die Weihnachts-Tanne in Eurem Wohnzimmer. Da kann man auch mal zwei mal mehr zulangen. Ist ja schließlich Grün. God save the Matcha!
Laut klappernd knallt die Wohnungstür ins Schloss und schwere Schritte poltern über die Dielen im Wohnungsflur. „Verrückt, alle verrückt..!“, schwappt brummend ein tiefer Männer-Barriton unter dem Türschlitz hindurch in Küche. Ich halte im Kauen inne und lasse die Hand mit dem angeknabberten Plätzchen langsam sinken. Erneutes Rumsen. „Immer wieder dieser Dreck. Jedes Jahr, jedes verdammte Jahr, jedes… Warum bleibt diese verdammte Jacke jetzt nicht hängen, MAAAAANN..!!“ Bebendes Aufstampfen, dann fliegt schmetternd die Küchentür auf und gibt den Blick auf ein ein Meter sechsundachtzig großes Häufchen Elend frei. „Die Jacke, Leonie! Die Jacke!“, ruft es und stürmt auf mich zu, einen khakifarbenen Hipster-Parka und den dazugehörigen Kleiderbügel vor dem Körper haltend. „Sie HÄNGT NICHT!!“ Außer sich schüttelt mein Mitbewohner das Kleidungsstück, bevor es mit dumpfem Platschen vor seine Füße fällt.
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It’s finally underway! Let’s get cozy, and let’s get baking.
Maybe a few biscuits? But what was the recipe again?
Before I heard of this one, I’d have to look every time anew online for a fitting recipe. Yet this one is so easy! Pay attention:
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Jetzt geht’s endlich los! Nun wirds gemütlich. Und es kann gebacken werden.
Mal eben ein paar Kekse vielleicht? Aber wie war noch das Rezept?
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We can of course throw ourselves into the infinite be-happy-and-slim, no carb, no fat, no fun universe. To do a little for that bikini bod.
But where’s the fun in that? We want endorphins! There’s a reason that kids don't ring our doorbells on Halloween and enthusiastically yell, “Gherkins or goji berries?!”
Dessert has always been the best part of the whole menu, hasn't it? This bit of magic on a plate... A small piece of sorcery. It makes your heart lift and fly away.
Honestly, could pointed cabbage enchant you in that way?
Have a look at this – Mille Feuille with orange mousse and buttermilk foam. Even the name sounds like the most beautiful sonnet. As golden as glowing autumn leaves, marvellously crispy, as fluffy as a puffy white cloud.
Only a dream could be more beautiful.
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Klar, wir könnten uns hineinwerfen in die unendlichen Weiten des Happy-and-Slim-No-Carb-No-Fat-No-Fun-Universums. Mal was für die Bikinifigur tun.
Aber wo bleibt da der Spaß? Wir wollen Endorphine! An Halloween klingeln die Kidz ja auch nicht und rufen voller Enthusiasmus: „Gurken oder Goji-Beeren?!“
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What would the week be without the weekend? And what would the weekend be without
pancakes? A very, very sad affair. Golden and fluffy… No wonder you can get crazy about
them.
And we are not alone: This pan-fried dream has an entire day dedicated to itself in the UK
and the US – the 26 th of September, National Pancake Day. Pancake eating contests,
pancake races, everything under the sun. Even crazier: in 1999 Mike Cuzzacrea ran a
marathon in only three hours, two minutes and 27 seconds while continuously flipping a
pancake in a frying pan…! Crazy. We don’t need to make such a fuss for pancake happiness.
Thank God. That's what life hacks are for, right? (Oh yeah, you’re welcome ;)
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Was wäre die Woche ohne Wochenende? Und was wäre das Wochenende ohne Pancakes? So richtig, richtig traurig. Goldgelb, luftig-fluffing… Da kann man schonmal ins schwärmen geraten.
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