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WM-Rezepte: Blinis mit Creme Fraiche und Kaviar

WM-Rezepte: Blinis mit Creme Fraiche und Kaviar

Fotos: Nikolai Buroh
Rezept & Styling: Torsten Schmidt
Text: Chiara Cigliutti


Ich hab vor einer Weile mein Herz an Russland verloren.
Und es lag teilweise an diesem Gericht.

Es war Winter, tiefster Winter, also nicht so ein milder Winter wie wir das in Deutschland kennen. Es war ein richtiger Winter, ein russischer. So mit Pelzhut, Pelzmantel, geplatzten Frontscheiben und -27°.
Und ich war in Sibirien und wollte zelten gehen.

Kein Scheiß.

Ich weiß, ich hab manchmal die sonderbarsten Ideen.

Und tatsächlich, ich habe es durchgezogen. Mit allem, was dazu gehört: steife Finger, schlaflose Nächte, Vodka, viel Vodka, Schneegestöber und Eisbewegungsgeräuschen, die nachts so häufig und so laut waren, dass dagegen ein 2-für-1 Abend am Ballermann Mitte August das Claire de Lune Konzert von Chopin ist.

Buchweizen_Blinis_mit_CremeFraiche_Caviar_und_Ei_02.jpg

Aber das ist nicht der Punkt dieser Geschichte. Der Punkt dieser Geschichte ist der Moment, als ich vom Trek zurück kam, über die Türschwelle von Galinas B&B in Irkutsk trat und mir, neben der wohligen Wärme (31°, Russen kennen wohl keine Heizkostenabrechnung), der wunderbare Duft von Blinis in die Nase stieg. Die erste Mahlzeit über dem Gefrierpunkt nach 5 Tagen gefrorene Datteln lutschen.

Galina hatte Dekor-Teller an der Wand, drei bis vier Häkeldeckchen auf jeder Oberfläche ihrer Küche und einen nie endenden Berg von Blinis auf ihrem Tisch, der sich wie durch Zauber immer wieder auffüllte.

Ich war in Babuschka-Wonderland: Tausend eingelegte Früchte aus dem letzten Sommer, Marmeladen, so süß, dass sie kristallene Krusten bekommen hatten wie eine Créme Brûlée, Schüsseln voll mit Smetana, dem russischen Schmand, cremigerer und gehaltvoller als sein schmächtiger deutscher Cousin und Kaviar, Kaviar in ungesunden Mengen.

Der Rest ist Geschichte: Ich für immer in Blinis verliebt wie Sean Connery in From Russia with Love. Nur dieses mal mit Happy End, wie man unten weiterlesen kann.


Zutaten:

  • 300 g Buchweizenmehl

  • 1 Ei

  • 1/2 Würfel Hefe

  • 1 Tl. Zucker

  • 300 ml Milch

  • 2 Eier zum Kochen

  • 150 g Creme Fraiche

  • 50 g Joghurt

  • 10 g frisch gehackte Petersilie

  • 40-60 g Kaviar

  • Öl und etwas Butter zum Braten

  • Salz, Pfeffer

  • Spritzer Zitronensaft

Zubereitung:

Buchweizenmehl in eine Schüssel geben.

100 ml Milch erwärmen . Hefe und  Zucker darin auflösen. In die Mitte vom Buchweizenmehl mit der Faust eine Mulde drücken und die Hefe-Milch hineingeben. Zugedeckt 20 min gehen lassen.

Übrige Milch leicht erwärmen und später mit einem Ei zum Vorteig geben , gut verrühren.

Etwas Butter und Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen bis die Butter leicht zu schäumen anfängt.

Langsam den Teig in die Pfanne geben und nach und nach kleine Blinis ( ca. 4-5 cm Durchmesser) von beiden Seiten goldgelb backen. Auf Küchenpapier kurz trocknen lassen.

Creme Fraiche, Joghurt ,Zitronensaft und gehackte Petersilie vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen und kurz beiseite stellen.

2 Eier hart kochen. Mit kaltem Wasser abschrecken. Schälen , halbieren , Eigelb und Eiweiss trennen.

Beides fein hacken.

Creme Fraiche auf den Blinis anrichten. Gehacktes Eigelb und Eiweiß gleichmäßig auf den Blinis verteilen und mit dem Kaviar als Topping fertigstellen.


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