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WM-Rezepte: Bortschtsch-Granité

WM-Rezepte: Bortschtsch-Granité

Fotos: Nikolai Buroh
Rezept & Styling: Torsten Schmidt
Text: 
Leonie Kantratowicz


Auf das Risiko im Anschluss geteert und gefedert zu werden (ich liebe die Gefahr) – die WM muss ohne mich auskommen. Ich habe mich zum Boykott entschlossen und wisst Ihr was? Ich find’s geil. Leere U-Bahnen, Straßen wie amerikanische Highways, ein Supporter der FIFA weniger (das gibt Karma-Points) und während sich der Rest des Landes in verstopften Kneipen und überfüllten Public-Viewing-Brutstätten passiv-aggressivem Wut-[Bürger]-Fantum hingibt und für einen Monat bierbeschwipste Wanna-Be-Solidarität unter dem beknackten Hashtag #zsmmn an den Spieltag legt, genieße ich das Gefühl heftig krasser Outsider zu sein. Immer gegen den Strom, f*ck the system und so.

Borschtsch_Granite_05.jpg

Eins muss ich dem Happening lassen – clash of cultures funktioniert selten so gut. Wo sonst liegen sich Spanier und Portugiesen weinend in den Armen, Japaner schunkeln mit Mexikanern auf den Tischen und [Island] Rúrik Gíslason finden sowieso alle super. Da passt unser WM-Rezept wie Arsch auf Eimer: Bortschtsch-Granité, ein russischer Klassiker auf sizilianisch, da fällt’s nicht mal auf, dass Italien gar nicht mitspielen darf. Ein dolles Ding. Oder um es mit Andreas Möllers Worten zu sagen: “Mailand oder Madrid – hauptsache Italien.”

Und damit Приятного аппетита! (Guten Appetit auf Russisch, bei whats-cooking lernt man für’s Leben.)


Zutaten:

  • 300 g frische geschälte rote Beete

  • 100 g Räucherspeck

  • 1 Zwiebel

  • 1 karotte

  • 2 Zweige Staudensellerie

  • 1 El Tomatenmark

  • 3 El Essig

  • Prise Zucker

  • 1/2 Tl Kümmel

  • 2 Lorbeerblätter

  • 2 Sternanis

  • 1 festkochende Kartoffel

  • 2 vorgekochte Rote Beete

  • 10 g frische gezupfte Petersilie

  • 10 g frisch geriebener Meerrettich

  • 2 El brauner Zucker

  • Schuss roter Madeira

  • Öl zum frittieren

 

Zubereitung:

Rote Beete, Räucherspeck,Zwiebel,Karotte und Staudensellerie in grobe Stücke schneiden und in einem Topf mit kaltem Wasser zum kochen bringen.

Dann Tomatenmark, Zucker, Kümmel, Lorbeerblätter und Sternanis zugeben.

Alles für ca. 2 Stunden langsam und mit Deckel  köcheln lassen.

Dann mit einem Pürierstab alles gut mixen und durch ein feines Sieb drücken.

Abkühlen lassen und mit Essig, Salz und Zucker abschmecken.

Dann den Borschtsch in ein flaches Gefäß geben und für ca. 4-5 Stunden in den Froster stellen.

Gelegentlich mit einer Gabel durchmengen, damit sich die typische Granité-Struktur bildet.

Kartoffel waschen und mit einem Sparschäler feine Scheiben runterschälen.
Diese dann in 170 grad heißem Pflanzenöl goldbraun frittieren.
Auf Küchenpapier entfetten und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die vorgekochte Rote Beete in feine Streifen schneiden .Braunen Zucker flüssig erhitzen und die rote Beete Streifen darin karamellisieren. Mit Madeira ablöschen und kurz aufkochen lassen.

Frisch geschabten Meerrettich mun gezupfte Petersilie vermengen.

Das gefrorene Borschtsch-Granité in Martini-Gläsern anrichten. Die karamellisierten rote Beete Streifen und Kartoffelchips darauf anrichten.

Als Topping den Meerrettich -Petersiliensalat darübergeben.


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