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Welcome to my blog. I document my adventures in travel, style, and food. Hope you have a nice stay!

.... Food.Blog.Meet.Berlin 2017 – AKA Berlin, Berlin, we are going to Berlin! .. Food.Blog.Meet.Berlin 2017 – AKA Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! ....

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Text: Chiara Cigliutti
Fotos: Chiara Cigliutti, Patrick Schwanz, Antine Yzer

 

Kennt Ihr das? Monatelang passiert nichts, gähnende Leere, gehirnzellenverbrennende Langeweile und dann auf einmal bricht die Hölle los, tausende Termine, weltbewegende Ereignisse und dringende Meetings an nur einem einzigen Tag.

Der 7. Oktober ist so ein Tag.

Mehrere Einladungen für Blogger Events in verschiedenen Städten, orkanartige Böen, die Norddeutschland verwüsten, Kumpels, die eigene Limos rausbringen, Freunde, die heiraten, Babies, die geboren werden und ich glaube, auf Barry Baretti, den Cockapoo-Mix vom Nachbarn, hätte ich auch aufpassen müssen (ja, dieser Name existiert wirklich, und damit ist eine Cocker-Spaniel-Poodle Mischung gemeint).

Also, was macht man denn da? Teamwork ist gefragt, auf jeden Fall, was die Blogger-Events angeht. Was uns zum Unikum in der eher Lone-Wolf-geprägten Blogger-Landschaft macht, kommt uns hier gerade recht.

Wir teilen uns auf: Niko bleibt in Hamburg und geht zu den Bake Days. Patrick, Antine und ich schlagen den Weg Richtung Hauptstadt zum Food.Blog.Meet. ein.

Das, auf jeden Fall, ist die Theorie. Denn Orkan Xavier hat Berlin zur Terra Ignota gemacht, ganze, herausgerissene Wälder liegen zwischen uns und unserem Ziel, die Deutsche Bahn hat längst kapituliert, die einzige Flugverbindung wird von Air Berlin geflogen, die zur Zeit eine Abflugquote hat, die sich eher wie ein Binary Code liest. Das einzige, was bleibt, ist der Flixbus.

Ich glaube Livingstone hatte damals weniger Probleme die Victoria Falls zu erreichen.

Es ist 06:45 als Patrick und ich uns in liebevoller Hamburger Manier zur Begrüßung einfach nur angrunzen und tonlos unsere Plätze belegen. Der Bus ist voll bepackt und fährt schon mit 45 Minuten Verspätung los, spuckt uns aber heil und splitterfrei am Alexanderplatz aus. Von da aus ist es ein Katzensprung bis zum Mövenpick Hotel.

Antine wartet schon im Foyer auf uns und heißt uns mit den Worten “Ganz schön chic hier!” willkommen. Und es stimmt. Verdammt chic.

Angesiedelt in den ehemaligen Siemenshöfen hat Mövenpick das denkmalgeschützte Gebäude in ein edles Hotel umgewandelt, mit großzügigen Räumen, hohen Decken und Industrial-Design-Flair.

Punkt 12 Uhr geht es los.


Sascha und Torsten von DieJungskochenundbacken und Benni und Theres von Gernekochen.de begrüßen uns ganz herzlich und erklären allen eingetroffen Bloggern das Programm für den Tag.

Gekocht wird heute. Und zwar mit Gerätschaften von Kenwood und Microplane.

Gegessen wird heute auch. Und zwar aus wunderschönem Geschirr von Villeroy&Boch.

Und natürlich das Wichtigste für Food Blogger: das Essen. Die Jungs von SpiceBar werden mit uns ein Curry zaubern und danach werden Garnelen von Costa zu einem himmlischen Risotto zubereitet. Für den kleinen Hunger zwischendurch stehen die Jungs und Mädels von AllYouNeedFresh schon parat.

Wäre das nicht genug, wird währenddessen in der hoteleigenen Patisserie ein kleiner Pralinenkurs steigen. Bei dieser Ankündigung beobachte ich, wie Patrick und Antine sich wie Erdmännchen in der Savanne aufrichten, die Luft mit leuchtenden Augen schnuppern und sich blitzartig auf die dafür vorbereitete Meldeliste stürzen. Ich komme mir kurz vor, wie bei Planet Earth.

But first things first: Curry kochen.

Wer hier an Herd, Messer und Brett denkt, liegt ganz schön falsch. Vor uns auf Tischen verteilt und glänzend wie Ferraris gerade frisch aus Maranello sitzen einige Cooking Chefs und warten auf ihren Einsatz.

Um es kurz zu machen: Diese Maschine ist wie Chuck Norris, denn was kann sie nicht? Schneiden, klein Hacken, Pürieren, Kochen, Warmhalten, Schmelzen, Rühren, Temperaturen von 20° bis 180° erreichen. Wow, ich bin schwer beeindruckt und guck schon halb vorwurfsvoll meine 5000 € teure Kamera an, die für das Geld “nur” Fotos und Filme machen kann.
Schneller als ich abdrücken kann, dampfen auch schon die Kessel, jetzt nur noch ein paar SpiceBar-Gewürze rein und schon riecht es wie in Mumbai.

Während alle die verschiedenen Curries probieren, schleich ich mich durch die Hintertür zur Küche, wo ich vor eigene Zeit Antine und Patrick habe verschwinden sehen. Und siehe da, ich finde mich in der Patisserie wieder. Man hätte es ahnen können.

Riesenkessel mit geschmolzenen Schoko-Pellets, soweit das Auge reicht, nicht endende Tabletts voll mit Marzipan, Seen aus Mousse au Chocolat und ist das etwa ein Kubikmeter Salz-Karamell-Sauce, die da goldig neben duftet? Ach, ich liebe Großküchen! Besonders wenn sie, wie hier, nach frisch gemahlenem Kakao riechen und nicht nach Gastrospülmaschine.

Ich komme mir wirklich vor wie Charlie in der Schokoladenfabrik, so wie alle Blogger um mich herum fleißig und geordnet wie waschechte Oompa-Loompas an verschiedenen Pralinen-Träumen werkeln. Und keiner versucht was zu naschen. Ich bewundere diese Menschen sehr.

Erst als man uns versichert, dass wir nach der Veranstaltung ein paar Tütchen mit nach Hause nehmen können, verlassen wir den Raum.

Die Stunden vergehen, wir lernen wunderbare Menschen kennen, trinken Wein (wie hätte es anders sein können) und naschen, was das Zeug hält. Ein gelungenes Food Blogger Event also.

So könnten wir noch ewig weitermachen.

Daran ist aber nicht zu denken, denn das nächste Highlight wartet schon auf uns: ein Acht-Gänge-Menü, ausschließlich mit dem Beefer-Grill zubereitet.

Als fleischfressende Pflanze hab ich beim Anblick dieses Geräts nicht nur längst meine Seele verkauft, sondern auch schon eine Quittung dafür geschrieben. Nein wirklich, mit 800°C verzaubert es nicht nur mit wunderbaren Röstaromen, es könnte sogar locker die eigene Heizung zuhause ersetzen.

Ich liebe es!

Und wie vielseitig es sein kann, bezeugen die Jungs an diesem Abend mit Bravour: Klar Fleisch, aber auch gefüllte Rote Beete, Thunfisch, Austern und zwei verschiedene Desserts dürfen sich unter der Flamme kurz kross anbrutzeln, um dann Platz auf den handbemalten Villeroy&Boch Teller zu finden.

Unmerklich angeshakert und mit einem nur dezent überspannten Sättigungsgefühl (ein, wie wir gelernt haben, zu erwartender Zustand, wenn man sich mit Food Bloggern trifft), schleichen wir uns irgendwann richtung Zimmer (god bless the elevator).

Ach Kinders, war dat schön!


.... IN SEASON: SALSIFY .. In Season: Schwarzwurzel ....

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.... In Season:  BRUSSEL SPROUTS .. In Season:  Rosenkohl ....

.... In Season: BRUSSEL SPROUTS .. In Season: Rosenkohl ....

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