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Kailua Poke - Revisited

Jeder sollte es tun und nicht nur als “1er-Januar-ab-jetzt-wird-alles-besser-Frühjahrswünschdenken”.

Also was habt ihr schon von eurer neuer Liste abgestrichen? Zweimal die Woche Joggen gehen? Eine neue Sprache lernen? Endlich mal den 7-Staffel-Rewatch von Game of Thrones durchzukriegen? Naja, das mit dem Rewatch hat sich nun mal nicht wirklich gelohnt, daher wenden wir uns jetzt einer deutlich sinnvolleren Aufgabe zu, eine die uns garantiert keine bitteren Nachgeschmack im Mund hinterlassen wird.

Kailua Poke

Wir kennen die Kreationen „IslandHeat“ , “Truffle Garden”  und ihre Freunde bereits aus dem kleinen Laden in der Himmelstrasse. Hier begann sie im Mai vor einem Jahr.

Seit Mai diesen Jahres werden Pokes in türkisen Schalen in dem Stahl-Glas Container serviert, der über dem Alsterdampfer-Anleger  „Mühlenkamp“ über dem Wasser schwebt.


Nun fahren wir mal vorbei, und schauen uns den Laden aus der Nähe an. Ich bin mit Christian Kille (oder just “Kille”)  verabredet, damit wir über das Essen reden können und er mir ein paar Fragen beantworten kann.

Stattdessen reden wir über alles andere. Über das Miteinander, Harmonie, Träume die verwirklicht wurden (oder auch nicht)  und Wertevermittlung.

Ich erfahre, dass die Jungs viel mehr motiviert , als nur der Aufbau eines Restaurants, mit dessen Konzept er und sein Schulfreund Patrick den LeadersClubAward 2017 gewann.


Ich erfahre von der schweren Erkrankung der Mutter, die „Kille“ aus seinem paradiesisch Hawaii zurück holte, um sein Business-Studium in Hamburg abzuschließen.




Pokes , (Poke [poʊˈkeɪ] (hawaiisch: „in Stücke schneiden“)

liegen mittlerweile in Großstädten wie Berlin , München , Hamburg voll im Trend.

Es sind eigentlich Salate mit Fisch, der nicht gesäuert ist. Also roh.


Im Kailua Poke bekommst du mit der Bestellung  "Aloah-Spirit“ von Jungs , die diesen von den Inseln mitgebracht haben. Es sind „Fusion Pokes“, die zwar ihren Ursprung auf Hawaii haben, aber halt nicht so.


Wir lieben die Kombinationen aus Fisch, Gemüse , Obst und Reis, die mit Marinaden geheimer Zutaten harmonisch verbunden werden. Jede Bowl eine neue Entdeckungstour durch diverse Aromen, die einen zwingt langsam zu essen, damit man nix verpasst.


Wir ? -Das sind in diesem Fall Patrick und meine Tochter Clara als Tester, sowie

Sebastian und ich als Fototeam.


Aber wir bekommen, wie bereits erzählt, auch die Geschichte zu “Kailua- Poke”:

„ Es ist das Erbe meine Mutter“ - Damit gemeint ist nicht Poke , sondern die Kraft, die Ihn antreibt, seinen Traum zu verfolgen. Es ist ergreifend zu hören, wie er nach vergeblichen Versuchen hartnäckig seinem Versprechen der Mutter gegenüber nachkommt und sich dabei treu bleibt: Kein Business mit Ellenbogen! Sondern im Team ein Geschäft aufbauen.

Eine Systemgastronomie entwickeln, in der man auf den Umgang mit dem Angestellten achtet, vernünftig bezahlt und eine Perspektive gibt, das Essen gesund, lecker und vergleichsweise günstig ist, scheint ein wenig idealistisch. Ist es auch. - Aber es funktioniert! Zumindest hier. Und das macht die liebevoll arrangierten Bowls zu etwas ganz Besonderem.

“Eine Botschaft des Miteinanders!” - Na, das ist mal ein Plan. - Andere wären bereits froh, wenn sie nur die Tisch voll bekommen. -

Ihn macht es glücklich wenn Gäste ins Gespräch ins Gespräch kommen, die sich auf der Straße oder sonst im Restaurant ignorieren würden.

- Tempo, Hektik, rauer Ton? - nichts davon findest Du in diesem kleinen Hort der Menschlichkeit. - Im Hintergrund hören wir zum Teil kitschige Musik vom Pazifik, und die Mitarbeiter macht weder Andrang noch Fragen nervös. Selbst wenn beides gleichzeitig kommt.


Als wir nach 3 Stunden Bilder-Sammeln, Zuhören und einem wunderbaren Mittagessen mit einem Lächeln das Restaurant verlassen, bin ich so beseelt, dass ich die Fliege am Lenkrad meines Wagens am Leben lasse.



Und nun freuen wir uns, wenn die Profis von Kailua Poke demnächst zu uns im Studio kommen, uns für die Kamera Pokes entwickeln und erzählen, was eine gute Poke-Bowl ausmacht.


Und wir werden sicher auch ein paar Rezepte für Euch haben!


Sous vide Garen mit Unold

Was Essen betrifft, kenne ich kein größeres Gewohnheitstier als meine Oma. No offence, aber die Frau lebt die absolute Monogamie zu Lebensmitteln. Phasenweise, zugegeben, aber dann knallhart durchgezogen. Da waren zum Beispiel diese Lukullu-Schnitten (nein, nicht die Art Kalter Hund, wie man sie eigentlich kennt), etwas Ominöses mit Schinken und Käse überbacken. Legenden berichten darüber, aber es gab sie – zwei Jahre lang. Jeden Tag. Dann kam da noch die Eine-Schachtel-Käse-Stangen-pro-Tag-Phase, gleich gefolgt von der Zabaione-Joghurt-Periode. Aktuell ist Oma auf Lindt Cresta-Schokolade und ohne Wiener Schnitzel im Urlaub dreht sie schon an der Gepäckaufgabe wieder um.