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IN SEASON: Wirsing

IN SEASON: Wirsing

Fotos: Chiara Cigliutti
Rezept: Julia Luck
Text: Regine Smith-Thyme


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Kind, wenn du Wirsing kaufst, pass auf, dass die äußeren Blätter schön knackig sind und der Kohl beim Schütteln ordentlich rasselt. Seltsam, jedesmal wenn ich irgendwas mit Wirsing kochen will, fällt mir der Spruch meiner Oma wieder ein. 

Klar achte ich beim Kohlkauf auf Knackigkeit. Schließlich mag ich die krausen Blätter und den kräftig-würzigen Geschmack sehr. Aber das mit dem Rasseln ignoriere ich. Na ja, eigentlich bin ich zu feige, um öffentlich zu schütteln… 

Als ich mal in einem Supermarkt erschnuppern wollte, ob die Honigmelone meiner Wahl auch intensiv duftet (muss man doch genauso machen, oder?), schnauzte mich ein Verkäufer an, es wäre verboten, sich Obst ins Gesicht zu halten. Schönes Bild. Anstatt ihn auflaufen zu lassen, wurde ich rot, und mit meinem Melonenkauf hatte es sich. Das Ganze ist ewige Jahre her, sitzt aber noch tief. Und ist jetzt nicht Thema. Genau. Also Wirsing. 

Der riecht beim Kochen nicht nach Honig, sondern anders und ziemlich kräftig, ist eben typisch Kohl. Wer den Duft nicht so mag, kocht einfach etwas Kümmel mit. Der mildert  den Geruch. Das mache ich immer. Oder benutzt einen Schnellkochtopf. Das mache ich nicht, weil ich keinen habe. 

Mit Wirsing lässt sich ansonsten so ziemlich alles unternehmen: Man kann ihn kochen, dünsten, schmoren, füllen oder roh als Salat zubereiten. Ich finde ihn auch (gedünstet) als lauwarmen Salat toll. Gesund ist er auf jeden Fall (viel Vitamin C) und sehr kalorienarm (100 g = 25 kcal). Und damit nachher niemand unter Blähungen leidet (= pupsen muss), sollte man ein reines Kohlgericht unbedingt auch mit ein bisschen Kümmel würzen. 


Wirsing:  Wirsingtarte


Zubereitung:

Wirsing putzen, vierteln, in kaltem Wasser waschen, abtropfen lassen und in grobe Streifen schneiden. In kochendem Salzwasser 1 Min. blanchieren, dann abgießen, kalt abspülen und abtropfen lassen.

Zwiebeln schälen und längs in Achtel schneiden. Äpfel waschen, vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Petersilienblättchen von den Stielen zupfen und grob hacken.

Ofen auf 180°C (Umluft 160°C) vorheizen. Eine Tarteform (Ø 28 cm; möglichst mit Lift-off-Boden) mit dem Teig auslegen, dabei einen Rand formen. Den Teig am Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen, Haferflocken und die Hälfte des geriebenen Käses darauf verteilen. Wirsing, Zwiebeln und Äpfel mischen, gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

Für den Guss Creme fraiche mit Eiern verquirlen, kräftig mit Salz, Cayennepfeffer und Muskat würzen. Häflfte der Petersilie unterrühren und den Guss gleichmäßig über der Tarte verteilen. Mit restlichem Käse bestreuen und auf unterster Schiene ca. 45 Minuten goldbraun backen. Vor dem Anschneiden kurz ruhen lassen. Mit der restlichen Petersilie bestreut servieren.

Zutaten (für 8 Portionen):

  • 800 g Wirsing

  • Salz

  • 2 rote Zwiebeln

  • 2 rotschalige Äpfel

  • 1/2 Bund glatte Petersilie

  • 1 Rolle Tartesteig (Ø 32cm)

  • 2-3 El grobe Haferflocken

  • 100 g Greyezer oder Appenzeller, gerieben

  • 300 g Creme fraiche

  • 4 Eier

  • Cayennepfeffer, Muskat


Gold im Mund bei Hej Papa

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